CSU Berg

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Werden die Windkraftanlagen zum Stuttgart 21 von Berg?

Mittwoch 28. September 2011 von admin

Vielleicht etwas weit hergeholt ist es, wenn man die Proteste aus Stuttgart mit denen vergleicht, die sich gegen die Errichtung der Windkraftanlagen in den Wadlhausener Gräben richten. Zumindest plakativ werden aber schon  Horrorszenarien gezeichnet:

Der Protest kommt nahezu ausschließlich aus den Gemeinden Schäftlarn und Icking. Grundsätzlich kann man auch dafür Verständnis haben, dass man die WKA nicht vor der Haustür haben möchte. Jedoch hat jede Medaille zwei Seiten. Die CSU Berg und die CSU Fraktion im Berger Gemeinderat unterstützt die Ausweisung der Konzentrationsfläche in den Wadlhausener Gräben und steht hinter dem eingeleiteten Verfahren.

Die Gründe hierzu sind: 1. Aufgrund eines Bauantrages zur Errichtung einer WKA zwischen Aufkirchen und Sibichhausen musste man im Rat erkennen, dass dieses Vorhaben nach dem BauGB privilegiert ist, also quasi überall im Außenbereich errichten werden kann. 2. Um dieses Vorhaben zu verhindern, wurde es auf Antrag der Gemeinde ein Jahr zurückgestellt. 3. Durch die Ausweisung einer Konzentrationsfläche kann die Gemeinde im Flächennutzungsplan festlegen, wo im Gemeindegebiet WKA errichtet werden können. 4. In Absprache mit dem LRA Starnberg und den übrigen Gemeinden im Landkreis kam man überein, den Mindestabstand zu Siedlungen auf 1000 m festzulegen. 5. Als einziger Standort, der dieses Kriterium erfüllt, haben sich die besagten Gräben von Wadlhausen herausgestellt. 6. Aus diesem Grunde wurde das Verfahren für diese Flächen eingeleitet und alle Träger öffentlicher Belangen gehört. Hierzu gehören auch die Nachbargemeinden. 7. Da die Gemeinde Berg nicht mehr die Wahl hat, ob WKA kommen sondern nur noch wohin man diese stellt, war dieses Verfahren zwingend erforderlich. 8. Über die Anzahl ist definitiv noch keine Aussage getroffen. Natürlich passt auf eine Fläche y rechnerisch eine Anzahl x an WKA. 9. Der für die CSU Berg wesentliche Punkt ist jedoch noch garnicht geklärt. Eine Beteiligung und der Betrieb der WKA durch Gemeinde Berg kommt für uns nur dann infrage, wenn nachgewiesen ist, dass am geplanten Standort ausreichend Wind zur Verfügung steht. Nach unseren Erkenntnissen müssen dies wenigsten 6 m/s und ca. 1700 Volllaststunden im Jahr sein. Das Gutachten hierzu soll am 4.10.2011 dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Bei allem Verständnis für die Ansichten und Argumente aus den Nachbargemeinden kann es nicht angehen, dass  die Vorgehensweise des Berger Gemeinderats, der Verwaltung und des Ersten Bürgermeisters Monn als rücksichtlos oder ähnliches bezeichnet wird. Von Beginn an wurde in der örtlichen Presse auf den diversen Internetplattformen und im förmlichen Verfahren über das Vorhaben informiert. Jederzeit standen diese Informationen auch den Nachbargemeinden zur Verfügung. Inzwischen fehlt uns der Glaube auf Basis einer sachlichen Diskussion einen Konsens zu erreichen: Die Gemeinde Berg verfolgt das Ziel bestimmen zu können, wo in ihrem Hoheitsgebiet WKA errichtet werden können. Die Nachbargemeinden und ihre Bürger sind gegen den geplanten Standort und wollen das Vorhaben verhindern.

Insoweit muss man Bürgermeister Monn bewundern, wenn er sich tapfer zu Veranstaltungen der Gegner der WKA begibt und für Verständnis  für die Vorgehensweise in Berg wirbt. In diesem Zusammenhang ist die Frage interessant, was eigentlich passiert, wenn dem Gemeinderat in Schäftlarn oder Icking ein Antrag auf Errichtung einer WKA vorliegt.

Wir sind gespannt, wie es weiter geht.

 Infos zu den WKA finden Sie hier:

Gemeinde Berg: http://www.gemeinde-berg.de/

Einladung zur Informationsveranstaltung „Windenergie“
 
 

Am 18.10.2011 um 19:30 Uhr findet im Gasthof „Zur Post“ in Aufkirchen eine Informationsveranstaltung zum Thema „Windenergie“ statt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind hierzu recht herzlich eingeladen.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 28. September 2011 um 23:53 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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